Energie aus Abfall
In Kalbach betreibt der Landkreis Fulda seine Kreisabfalldeponie. Hier werden jährlich ca. 125.000 Tonnen (davon gut ein Drittel Hausmüll) eingelagert. Wo Stoffe unter Sauerstoffabschluss verrotten, produzieren Bakterien Gas. Solches "Deponiegas" enthält einen hohen Anteil Methan, eine für das Klima problematische Substanz. Sie ist für die lebenswichtige Ozonschicht um ein Vielfaches schädlicher als etwa Kohlendioxid. Deshalb schreibt die "Technische Anleitung Siedlungsabfall" vor, dass Deponiegase "erfasst" werden müssen. Zu diesem Zweck ist der eingelagerte Abfall von einem Rohrnetz durchzogen, mit dem das Gas abgesaugt werden kann. Pro Jahr liefert diese Erfassungsanlage ca. 2,3 Mio. Kubikmeter Gas, was einem Heizwert von ca. 1,15 Mio. Liter Heizöl entspricht.
Zukunftsfähige Lösung
Zur Nutzung dieser Ressourcen errichtete die ÜWAG in Kalbach eine hochmoderne Deponiegasanlage. Drei Otto-Gasmotoren mit einer Gesamtleistung von 1.215 kW treiben Generatoren an, die insgesamt 3,0 Mio. kWh pro Jahr erzeugen. Das entspricht ungefähr einem Viertel des jährlichen Strombedarfs der Großgemeinde Kalbach. So gewinnt man in Kalbach aus Abfall Strom. Das für die Umwelt gefährliche Methan wird zu wertvoller Energie. Die Deponiegasanlage Kalbach wird seit dem 31.12.2005 von der ÜWAG-Tochter SynEnergie GmbH betrieben.
Spitzentechnik auf einen Blick:
- drei Otto-Gasmotoren mit insgesamt 1.215 Leistung zum Antrieb der Generatoren
- durchschnittliche jährliche Stromerzeugung 3,0 Mio. kWh
- digitale Fernüberwachung
- Inbetriebnahme 1993